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Kategorien:In der Welt, Politisch

Türken vor Bern

Nachdem es dem Islam 1529 und 1683 nun nicht gelungen war, die Alpenregionen bei Wien zu besetzen, haben sich die Eidgenossen der schweizerischen Kantone nun mehrheitlich dazu entschlossen, der islamistischen Besiedelung Einhalt zu gebieten. Dieses mal weniger kriegerisch, dafür aber recht deutlich. Offensichtlich hatten Sie befürchtet, ein neuer Ansturm auf das neutrale Land könne Türen und Tore des Nachbarn öffnen. Ein Referendum musste dringend her, sind doch vier Minarette in der Schweiz ein deutlichen Anzeichen dafür, dass eine massive Unterwanderung der so sittsamen Schweiz stattfindet.

Alpenhörner gegen Minarette. Kulturgut vs. göttliche Symbolherrschaft. Die böse schwarze Burka als Überbringerin des Unglücks über die heile schweizer Region.

Ist es verwunderlich, peinlich oder war es nicht anders zu erwarten? Nicht genug, dass eigentümliche Debatten geführt werden über Dinge, die kaum bemerkbar zu sein scheinen, denen man aber wohl bereits im Keime ersticken versuchte. Wer rief eigentlich gleich nach der Scharia, wer wollte die Unterdrückung der Frauen in der Schweiz? War etwas zu vernehmen?

Ist es wieder einmal die Angst, sich mit fremdländischen Gepflogenheiten konfrontiert zu sehen? Wieder einmal der unsegliche Versuch, seine eigene Haut zu retten? Wieder einmal die eigene Unkenntnis über die Vielfalt der Menschen, der Menschlichkeit, der Kultur, des Miteinanders, des Austauschs von Interessen. Gibt es nicht soetwas wie Religionsfreiheit? Ein Ort, an dem der geistig-spirituelle Bezug zu einer meinetwegen höheren Macht stattfindet. Kann soetwas nicht an jedweden Ort praktiziert werden? Müssen Einschränkungen her, nur weil einige Wenige wieder einmal nicht verstehen, dass die Freiheit des Glaubens, des Lebens, der Spiritualität höchste Güter sind, die die Menschheit mit sich trägt und das selbst jahrhunderte lange Verfolgungen einen solchen nicht abschrecken ausgeübt zu werden. Hat nicht jede Religion eine solche Erfahrung durchgemacht? Sollten wir nicht langsam begreifen lernen und aufeinander zugehen?

Was interessiert mich Deine Ahnentafel, Dein Glaube oder Deine Herkunft. Mich interessiert der Mensch in Dir.

Hellowas

Nungut. Einmal davon abgesehen, dass Partys dazu da sind gefeiert zu werden und sich an gewissen Tagen im Jahr ganze Horden dazu versammeln, sich in angeblich ach so gespenstisch erscheinenden Billigfetzen, bösen Geistern gleichgestellt wissen zu wollen um Herrn Jack O. Tribut zu zollen, ist es denn wirklich erforderlich, sich in diesem Atemzug jugendlich laut gröhlend, sturzbetrunken und pöbelnderweise die Fahrgäste mit Alkoholfahnen zu belästigen und dem vermeintlich aus dem Gesicht triefenden Sabber einem vor die Füße zu rotzen.

Ganz davon einmal abgesehen, dass die Damen in den fetzig explodierten Blondinenperücken, garniert mit pinkfarbener Elementenschleife, aufgeklebten, grellschreienden Wimpern und falschen Zähnen Schwierigkeiten gehabt zu haben schien, sich in ihre Lackpelle zu pressen, während obenrum ein abgewetzter Tigerimitatrest dem Look einen wilden Touch versuchte einzuhauchen.

Billigdiscountertüten, vollbepackt mit Leergut. Es ist nicht einmal Mitternacht.

Mutti an der Haltestelle – Déjà-vu. Nein, ein älterer Jahrgang und dennoch fatale Ähnlichkeit mit dem soeben beschriebenen Etwas. Nein, sie scheint nicht zu einer Party zu gehen, wohl aber telefonierend ihre Position durchzugeben, damit sie auch nicht verloren gehen möge. Auch das wird nicht passieren, es sei denn man setze sie in der freien Wildbahn aus um in einer Versuchsreihe das Reaktionsvermögen paarungsbereiter Männchen auf den optischen Reiz einer Miezekatze zu ergründen.

Da ist mir die halbvolle Bierpulle, vergessen auf einer Schaltstelle der Telekommunikation, schon ein beruhigender Anblick.

Kategorien:In der Welt

14 Minuten

25. Oktober 2009 VolksDackel 1 Kommentar

5 Stunden später
4 Gin Tonic
3 Jägermeister
1 Cuba Libre

und 14 Minuten Wartezeit auf die nachfolgende U-Bahn. Passanten in weit schlimmeren Zuständen, sich in unmittelbarer Nähe zu mir setzend, Ihre Schuhsohle in Erbrochenes eintauchend, mit den Fäusten auf den freien Platz zu meiner Linken schlagend. Eine Gruppe Mittzwanziger schüttet die zerbrochene Bierflasche samt anderweitigen Inhalts, wie Schminkutensilien, Schlüssel und Handy auf den Bahnsteig aus. Ausgetropft wird der nasse Sack wieder befüllt. Ekelerregende Mimiken verraten fehlendes Wohlwollen.

Fortwährend blinkt der Fahrkartenautomat mich an: feed me!

Ehepaar betritt Bahnsteig, bestückt mit leichtem Gepäck. Positionieren sich vor dem Werbeplakat, das Mary Christmas verspricht, zücken Ihre Handys und beginnen, sich zugewandt, SMS zu schreiben. Schreiben sie sich gegenseitig, wo sie sich doch gegenüberstehen. Haben sie sich nichts zu sagen denn in kurz verfassten Worten. Fehlt es ihnen an der Lautsprache gar?

Es trifft ein der ersehnte Zug. Der Mitreisende zu meiner Linken versucht sein betrunkenes Dasein zu erheben, rutscht im Erbrochenen aus und stürzt mir vor die Füße.  Es sei untersagt, betrunken oder berauscht mitzureisen, heißt es. Doch was soll es. Auf die Beine geholfen hieve ich den meinigen, angetüterten Leib in die Fahrgastzelle, lausche, beobachte und versuche rechtzeitig zu erwachen, bevor meine Station erreicht ist.

Kategorien:In der Welt

Können Sie nicht…

Sechs, ich wiederhole mich nur ungerne, es sind sechs Wochen her, da ein kleines Familiendrama der weibischen Natur zur Eskalation der besonderen Art mutierte, die gegnerischen Parteien emotional flexibel aufeinander reagierten, die herrische Natur in Form der väterlichen Übermacht ein Machtwort zum Besten gab und die Türen aus den Angeln flogen.

Sendepause

Ewiglich wird der Sohn zu Rate gezogen und um seine Meinung gebeten. Nein, der Auserwählte ward nicht zugegen und kann sich daher nur über die an ihn herangetragenen Geschichten, übersetzt durch die jeweiligen Personen des offensichtlich ereignisreichen Abends, ein vages Bild der sich zugetragenen Geschehnisse machen. Auch Dritte, in Form schwesterlichen Beiseins, berichten über den Vorgang in den ihr eigenen Farben. Doch der anscheinende Auslöser schweigt und verhüllt ist sein eigentliches Ansinnen, welches der Eskalation Auftrieb gegeben hatte.

Ewiglich wird der Sohn zu Rate gezogen, seine Meinung eingeholt, sein Standpunkt in dieser oder jener Situation befragt und beleuchtet.

Ewiglich antwortet er: bewegt Euch aufeinander zu oder arrangiert Euch mit der Situation. Warum sei es ihnen vergönnt sich miteinander in sachlich fundierter Diskussion auseinanderzusetzen.

Kategorien:Häuslich, Psychisch